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Konzept zur Testung auf SARS-CoV-2 für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen

Konzept zur Testung auf SARS-CoV-2 für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen

sowie für Angebote zur Unterstützung im Alltag

Testkonzept für Michael Schade Verwaltungs-GmbH

betreffend folgende Einrichtungen:


AKMS Rathaus GmbH & Ko KG

AKMS Haus Akzeptus GmbH & Ko KG

Pflegezentrum GmbH & Ko KG Altenpflegeheim

Pflegezentrum GmbH & Ko KG Ambulante Pflege


Basis dieses Konzeptes ist die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ vom 14.Oktober 2020.

Zur Aufrechterhaltung der Besuchsmöglichkeiten und zum Verlassen der Einrichtungen verstehen sich die folgenden Maßnahmen und Regelungen als Ergänzung zu den bisherigen Regelungen und Hygienekonzepten, wie die AHA Regel, zur Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, sowie dem Hygienekonzept für Besuche der Einrichtung. Die Besuchs- und Betretungsregelungen sind an der aktuellen regionalen Infektionslage angepasst.


I. Bedarf und Beschaffung der PoC-Antigen-Tests (Schnelltests)

o Zur Umsetzung dieses Testkonzepts und des Ziels der Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein Bedarf von 4 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) monatlich pro Bewohner / max. 10 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) pro versorgter Person erforderlich. Unsere Einrichtungen versorgen derzeit 100 Personen. Dies entspricht einem monatlichen Bedarf von 400 PoC-Antigen-Tests (Schnelltests).

o Es werden nur solche PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) erworben, die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllen und die auf der entsprechenden Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de/antigentests veröffentlicht sind.


II. Personal zur Durchführung der Testungen

o Die Durchführung der Testungen erfolgt durch medizinisches Fachpersonal (Pflegefachkräfte gem. § 5a Abs. 1 IfSG), welches vorab eine Einweisung in die ordnungsgemäße Handhabung der PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) erhalten hat.


III. Sicherstellung der Personalkapazität

o Terminabsprachen für Testungen von Besuchern werden im Rahmen üblicher Bürozeiten bzw. nach persönlicher Terminabsprache angeboten.

o Für Terminabsprachen sowie für Testungen von Pflegebedürftigen im ambulanten Bereich werden Personalkapazitäten bereitgestellt.

o Die Durchführung der Tests der Beschäftigten sowie der Bewohner und Besucher der versorgten Personen im häuslichen Umfeld erfolgt durch hierfür eingewiesene Pflegefachkräfte/medizinisches Fachpersonal.

o Die notwendigen Personalkapazitäten werden im Dienstplan berücksichtigt und die Zuständigkeiten sind allen Beschäftigten in der Einrichtung bekannt.


IV. Einweisung in die Testung

o Die Einweisung der für die Testung verantwortlichen Pflegefachkräfte/medizinisches Fachpersonal erfolgte durch die Pflegedienstleiterin Katarina Wiedecke.


V. Zu testende Personengruppen und Häufigkeit der Testungen

o Personen, die zukünftig versorgt werden, müssen vor der Aufnahme der Versorgung einen negativen PCR-Test aufweisen. Dies umfasst auch Personen, deren Versorgung beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt wiederaufgenommen wird. Ein solcher PCR-Test kann nicht durch die Pflegeeinrichtung durchgeführt werden. Das Testergebnis soll nicht älter als 48 Stunden sein. Für den Fall, dass die PCR-Kapazitäten nicht ausreichen, kann ausnahmsweise zur Sicherstellung der Versorgung ein PoC-Antigen-Test (Schnelltests) durch die Einrichtung erfolgen.

o Bei allen Beschäftigten wird 3 X wöchentlich ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest) durchgeführt. Neue Beschäftigte werden vor Arbeitsaufnahme regelhaft mit einem PoC-Antigen-Test (Schnelltests) getestet (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TestV). Bei Beschäftigten, welche vollständig geimpft oder genesen sind, entfällt die Testung.

o Bewohner der Einrichtung / von der Einrichtung versorgte Personen, sollen regelmäßig mit einem PoC-Antigen-Test (Schnelltests) getestet werden (§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 TestV). Ein solcher Test erfolgt in der Regel einmal wöchentlich. Es besteht keine Testpflicht, der Test wird angeboten. Grundsätzlich ist ein wöchentlicher Testrhythmus vorgesehen. Beim Vorliegen von Symptomen wird unmittelbar getestet.

o Wenn Angehörige die Bewohner mit in die Häuslichkeit nehmen, wird ein PoC-Antigen-Test durchgeführt sobald die Bewohner zurück in die Einrichtung kommen.

Bei mehrtägiger Abwesenheit in der Häuslichkeit erfolgt ein Wiederholungstest nach 10 Tagen. Bis zum Vorliegen dieses Tests, wird der Bewohner auf seinem Zimmer versorgt. Da es sich bei der Zimmerversorgung um keine Quarantäne handelt, sind Besuche von Angehörigen möglich. Auch Spaziergänge ohne Kontakt zu weiteren Bewohnern sind gestattet. Für geimpfte/genesene Bewohner kann auf eine Zimmerversorgung nach der Rückkehr von Besuchsaufenthalten verzichtet werden. Es empfiehlt sich dennoch das Tragen einer FFP-2 Maske außerhalb des Zimmers bis zur zweiten Testung.

o Bei Besuchern, welche die Pflegeeinrichtung betreten, wird bei Ankunft ein PoC-Test durchgeführt, es sei denn, der Besucher kann einen tagaktuellen Nachweis über ein negatives Ergebnis eines Antigentests auf das Coronavirus-SARS–CoV-2 vorweisen oder es besteht ein Nachweis, dass ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden mit negativem Ergebnis vorliegt. Bei geimpften bzw. genesenen Besuchern entfällt die Testpflicht. Die Einrichtung ist verpflichtet, auf Wunsch der Besucherinnen und Besucher einen Antigentest durchzuführen. Dies umfasst alle Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zur jeweiligen Einrichtung stehen und mit den Bewohnern, betreuten Personen oder dem Pflegepersonal in Kontakt geraten mit Ausnahme von Personen im Noteinsatz.

Bei positivem Testergebnis ist ein Betreten der Einrichtung und damit auch ein Besuch des pflegebedürftigen Menschen nicht möglich.

Testzeiten für Besucher:

Mo, Mi, Fr von 09:00 – 12:00 Uhr sowie 16:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung

o Unabhängig von den zuvor genannten Fallkonstellationen besteht für asymptomatische Kontaktpersonen (§ 2 TestV) und asymptomatische Personen, die in den letzten zehn Tagen in einer Einrichtung nach § 3 Abs. 2 TestV tätig waren, eine solche besucht haben oder durch eine solche behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht wurden (§ 3 TestV), ein Anspruch auf die Durchführung eines PCR-Tests. Ein solcher PCR-Test kann nicht durch die Pflegeeinrichtung durchgeführt werden.


VI. Schutzausrüstung

o Tests werden nur dann angeboten, wenn die erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorhanden ist. Die Schutzausrüstung wird von der für die Durchführung der Testungen verantwortlichen Person/verantwortlichen Pflegefachkraft (Name) verwaltet, bei Bedarf ausgegeben und entsprechend des Verbrauches nachbestellt. Zur erforderlichen PSA gehören FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken sowie Handschuhe und ggf. Schutzkittel und Schutzbrillen oder Visiere. Wenn es während einer Testung zu einer Kontamination der Schutzausrüstung kommt, ist diese zu wechseln, um eine Kontamination der Umgebung auszuschließen.


VII. Räumlichkeiten

o Stationär: Bei einer Testung im Bewohnerzimmer wird Sorge getragen, dass keine Kontamination der Umgebung erfolgt. Die notwendigen Materialien zur Durchführung der Testungen (PoC-Antigen-Test (Schnelltests), persönliche Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel) und zur Entsorgung dieser werden mitgeführt. In allen Räumen ist eine Lüftung möglich.

o Ein eigens geschaffener Testraum mit der notwendigen PSK steht dem Tester zur Verfügung.

o Ambulant: Die Testungen der versorgten Patienten und Pflegebedürftigen erfolgt entsprechend der Routenplanung durch eine dafür zuständige und geschulte Pflegefachkraft im jeweiligen häuslichen Umfeld. Bei der Testung im häuslichen Umfeld wird soweit möglich auf die Möglichkeit der Lüftung geachtet

o Die Testungen der Beschäftigten erfolgen ebenfalls in dem Testraum der Einrichtung. In den Räumlichkeiten zur Testung der Beschäftigten ist eine Lüftung möglich.


VIII. Routenplanung (für die Testung ambulant Gepflegter):

o Die Routenplanung erfolgt entsprechend dem Testrhythmus und dem ermittelten Bedarf auf der Basis der unter V. genannten Personengruppen durch die verantwortliche Pflegefachkraft/ verantwortliche Person.

o Beispiel: Hierzu wird ein Dienstfahrzeug verwendet, das mit der erforderlichen Anzahl an PSA ausgestattet ist.


IX. Genehmigung zur Testdurchführung bei gesetzlich betreuten Pflegebedürftigen

o Zur Einholung der Genehmigung zur Durchführung des Testes kontaktiert die für die Tests verantwortliche Pflegefachkraft/ verantwortliche Person/ zuständige Pflegefachkraft den Betreuer/ die Betreuerin im Vorfeld des Tests und informiert im Nachgang des Tests unmittelbar über das Ergebnis und ggf. weitere erforderliche Maßnahmen. Das Vorliegen der Genehmigung wird dokumentiert.


X. Information der Beschäftigten, der versorgten Personen sowie der Besucher

o Für die Testung von Beschäftigten, Pflegebedürftigen und Besuchspersonen stationärer Pflegeeinrichtungen steht ein Informationsschreiben zur Verfügung Diese sind auch in der Einrichtung offen ausgehängt.

o Die Information über die Testungen gewährleistet die verantwortliche Pflegefachkraft/ verantwortliche Person/ zuständige Pflegefachkraft


XI. Meldung positiver Befunde

o Bei einem positiven Testergebnis erfolgt immer eine Information an das zuständige Gesundheitsamt.


XII. Dokumentation

o Die Durchführung der Tests wird dokumentiert. Dies umfasst insbesondere den Namen der getesteten Person, das Datum, die den Test durchführende Person, das Testergebnis und bei einem Positivergebnis das Datum der Meldung an das zuständige Gesundheitsamt.


XIII. Entsorgung

o Die verwendeten PoC-Antigen-Tests (Schnelltests) werden in gesonderten Abwurfbehältern entsprechend der Herstellervorgaben und gesetzlichen Rahmenbedingungen entsorgt.


XIV. Probedurchlauf

o Es findet ein Probedurchlauf der Testung sowie der damit verbundenen Dokumentations- und Meldepflichten durch die dafür verantwortlichen Pflegefachkräfte vorab statt.


XV. Durchführung der Testungen

 Die Durchführung erfolgt gemäß den gesetzlichen Vorgaben und der Herstellerangaben unter Einhaltung der Anforderungen dieses Testkonzepts.

 Alle Testungen werden dokumentiert (siehe „XII. Dokumentation“).

 Die Testergebnisse werden den Betroffenen nach Vorliegen unmittelbar mitgeteilt. Bei einem negativen Testergebnis ist kein weiteres Handeln erforderlich. Bei einem positiven Testergebnis muss stets das zuständige Gesundheitsamt informiert werden (siehe „XI. Meldung positiver Befunde“). Bei Bewohnern/versorgten Personen und Beschäftigten erfolgen die nächsten Schritte entsprechend des Hygienekonzepts. Besucher dürfen die Einrichtung erst nach Vorlegen eines negativen PCR-Tests wieder betreten.


XVI. Evaluation und Anpassung des Konzeptes

o Das Konzept wird in regelmäßigen Abständen im Sinne des PDCA-Zyklus überprüft und bei entsprechendem Bedarf angepasst.

Michael Schade Simone Bauer

Heimleiter / Geschäftsführer Hygienebeauftragte

Pflegekoordination, Postfach <pflegekoordination@lra-nordsachsen.de>

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